Zwischen Lähmung und Angst. Die hysterische Wahl der Qual

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Das Trauma einer Hysterikerin kann durch das Zusammentreffen von unvereinbar erlebten Wünschen zustandekommen. Die Kompromissbildung zeigt sich im Symptom als somatische Konversion oder phantasmatische Angst mit ständiger Erregung.Unvereinbar sind zum Beispiel:Verführerische Identifikation mit der väterlichen Autorität und hoher Anspruch an symbolisches Wissen – versus – radikale nicht symbolisierbare Erregung;Erotisierung der Bindung – versus – unberührbare Selbstsinnlichkeit;Beredsamkeit – versus – Verruf des Sprechens.Anhand von zwei Therapie-Beispielen möchte ich zeigen, wie sich das hysterische Symptom in einem Fall eher im Körper als Konversion, im anderen Fall eher als Angst einer psychischen Vorstellung manifestiert.Yvonne Schoch: Psychoanalytikerin und Supervisorin, Praxis in Zürich und Luzern. Gründungsmitglied des Psychoanalytischen Seminars Luzern. Seminare mit Schwerpunkten Kulturkritik und Weiblichkeitstheorien.