Wer oder was ist eigentlich hysterisch?

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Die Hysterie bildet die Matrix, aus der die Psychoanalyse – als ihre Theorie und Therapie – entstanden ist. Angeblich aber ist die Hysterie mehr und mehr aus den psychoanalytischen Praxen verschwunden bzw. hat sie sich gewandelt und weiterentwickelt – wie die Psychoanalyse (und das psychoanalytische Hysterie-Verständnis) schliesslich auch. Die Hysterie als Form der «traumatischen Neurose» ist zum theoretischen Fremdkörper in der Psychoanalyse geworden; der zugleich grassierende Trauma-Boom erscheint als das hysterische Symptom dieser Verdrängung. Der Vortrag ist eine Recherche nach den hysterischen Reminiszenzen in der Psychoanalyse.Schneider, Peter Psychoanalytiker in Zürich. Privatdozent für Psychoanalyse an der Uni Bremen, letzte Buchveröffentlichungen zur Psychoanalyse: Sigmund Freud, München 1999; Erfliegen und Erhinken, Göttingen 2001; Das Deuten der Psychoanalyse (zus. m. O. Knellessen u. P. Passett), Wien 2003