Ein gemeinsames Modell für neurotische und Borderline-Hyserien

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Die Hysterie wird in dieser Arbeit als Folgezustand eines nicht geglückten Separationsversuches konzipiert. Es handelt sich um eine progressive Abwehrformation, die sich positiv-ödipalisierter Formen der Sexualisierung bedient. Durch die Einführung des Konzepts der «Frühen Triangulierung» wird es möglich, ein psychodynamisch einheitliches Modell für die vielfältigen Formen der weiblichen und männlichen Hysterie zu entwickeln, das auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei malignen und benignen Ausprägungen erfasst. Über die Triangulierungshypothese kann der Zusammenhang zwischen prägenitalen und ödipalen Phänomenen bei der Hysterie erhellt und das hysterische Leitsymptom Konversion in seiner objekt-bezogenen Funktion erkannt werden.Ute Rupprecht-Schampera, Diplom-Psychologin, Psychoanalytikerin (DPV), Lehranalytikerin der DPV/IPV, tätig in freier Praxis in Tübingen mit den Schwerpunkten Psychoanalyse und psychoanalytische Paartherapie, wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Neurosentheorie, bisher vor allem zu Hysterie und Hypochondrie.