Psychodynamisches Einzelcoaching

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Beispiele aus der Beratungspraxis.
Vortragszyklus
 Wenn von Coaching gesprochen wird, ist damit häufig das Einzelcoaching gemeint, ein Format, das es ermöglicht – sofern erwünscht – ein berufsbezogenes Beratungsanliegen auch langfristig und  bis weit in den privaten Bereich hinein zu bearbeiten. Neben organisationsbezogenem und arbeitspsychologischem Wissen ist in diesen  Fällen ganz besonders auch Wissen um die menschliche Seite der Arbeit gefragt. Im Mainstream  aktueller Coaching-Anfragen gehen die Gecoachten davon aus, dass ein Coach sie von einem als falsch empfundenen Ist-Zustand zu einem Soll-Zustand führen wird, der richtig ist und erreicht werden muss. Hierbei wird jedoch ausser Acht gelassen, dass jeder Ist-Zustand neben den bewussten Nachteilen auch unbewusste Vorteile in sich birgt, die es vor Veränderungen von aussen zu verteidigen gilt. Zwei Beispiele aus der Praxis des Psychodynamischen Coachings sollen Einblicke in diese Prozesse gewähren. Ein Fall zeigt, wie verführerisch es für die Coacherin ist, die Gecoachte einem firmenkonformen „Soll“ entsprechend verändern zu wollen und in dem Sinne auch pädagogisch-instruktiv tätig zu werden. In dem anderen Fall entsteht ein Bewusstsein dafür, dass das Know-how für Veränderungen in dem Gecoachten selbst angelegt ist. Der Gecoachte kann in der Beratungsbeziehung entsprechend authentische, „passgenaue“ Lösungsstrategien entwickeln.Dr. Beate West-Leuer, psychologische Psychotherapeutin, Coach (DBVC), Supervisorin (DGSv), Lehrbeauftragte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Leiterin der Fortbildung „Psychodynamische Organisationsentwicklung und Coaching“ am Institut für Psychodynamische Organisationsentwicklung und Personalmanagement e.V. (P.O.P.), Vorstandsmitglied der Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf e.V., Publikationen im Bereich Coaching und Beratung.