PSYCHOANALYSE IN DER KRISE

Online-Abende auf Zoom
am 25. Mai 2020,
8. Juni 2020,
22. Juni 2020,
6. Juli 2020
jeweils um 20.30 Uhr

Informationen

Übertragung und Gegenübertragung am Telefon? Gemeinsame Denkpause oder schlechte Verbindung? Setting zwischen Technik und Technologie?

Die pandemische Entwicklung von COVID-19 hat zu allumfassenden Veränderungen geführt. In dieser Form ist die Krise für alle neu, vergemeinschaftet und vereinzelt gleichermassen. Ob gesellschaftlich oder individuell, in Teilen regiert der Notstand. Wie temporär oder lang die straff bis locker geführte Ausnahmesituation andauern wird, wie tiefgreifend oder streifend, zentral oder peripher das Geschehen uns alle trifft, ist in Vielem noch gar nicht abzusehen. Ungewiss.

Ungewissheit ist in der Psychoanalyse mitinbegriffen und der Umgang damit ein weites Arbeitsfeld. Auch Krisen sind nicht unbekannt, erfassen den psychoanalytischen Prozess im Kleinen wie im Institutionsrahmen. Ist damit die Psychoanalyse in besonderer Weise krisenerprobt? Vermutlich nicht mehr als ein städtischer Fussballverein. Jedoch geht es in ihr darum, einen Rahmen zu schaffen, sich den inneren und äusseren Krisen anzunähern – zu versuchen den Ausnahmezustand zu verstehen und in gemeines Unglück zu verwandeln. So lassen sich wieder Bedingungen zur Möglichkeit, frei zu handeln, miteinander zu denken und kritisch zu hinterfragen, zurückgewinnen.

An diesen Bedingungen möchte ich ansetzen und dazu einladen, sich gemeinsam an vier ad hoc Online-Abenden zur Psychoanalyse und psychoanalytischem Arbeiten in der gegenwärtigen Zeit auszutauschen.