«Liebe»

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Wie wir alle wissen, ist Liebe etwas ganz Natürliches. (Natürlich nur, solange alle Beteiligten damit einverstanden sind.) Oder anders ausgedrückt: Die Psychoanalyse hatte Liebe, Sexualität und Fortpflanzung auseinanderdividiert; ein seit etwa dreissig Jahren zunehmend dominanter, neodarwinistisch und neurologisch inspirierter wissenschaftlicher Diskurs lässt nun wieder «zusammenwachsen, was zusammen-gehört» (Willy Brandt). Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich die Liebe unter dem Vorzeichen ihrer Naturalisierung verändert. 
Peter Schneider lebt und arbeitet in Zürich als Psychoanalytiker und Kolumnist (DRS3, Sonntagszeitung, Tages-Anzeiger). Er lehrt als Privatdozent für Psycho-analyse an der Universität Bremen und als Dozent in der postgradualen psycho-therapeutischen Ausbildung der Universität Zürich. Zahlreiche Buchpublikationen zu psychoanalytischen, aber auch gesellschaftspolitischen Themen.