Sabina Spielrain (1885 - 1942): Von der 5jährigen «Alchimistin» zur Pionierin von Psychoanalyse und Kinderanalyse

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Sabina Spielrein wurde von Sigmund Freud, C.G. Jung und später von jungen, linken Psychoanalytikern wie Otto Fenichel sehr geschätzt, weil sie eine kreative Denkerin mit einer grossen Begabung für das Unbewusste war, weil sie Sinn hatte für neue Fragen und originelle Forschungsdesigns. Damit hat sie andere Forscher wie Sigmund Freud, Otto Gross, Melanie Klein, Jean Piaget und Lew Wygotzki angeregt. Destruktion und Werden respektive Kreativität sind ein Leitmotiv in Sabina Spielreins Leben, ebenso wie in ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Als einzige Psychoanalytikerin hat sie uns umfangreiche Tagebücher, Aufsätze, Erzählungen und Träume aus ihrer Kinder- und Jugendzeit hinterlassen. Anhand dieses Materials wird ihr persönlicher Entwicklungsweg zur psychoanalytischen Pionierin der ersten Stunde nachgezeichnet. Im zweiten Teil der Vortrages werden einige ihrer wichtigsten Publikationen vorgestellt, darunter ihre Arbeit über «Destruktion als Ursache des Werdens» (1912), der Freud zu seinem Konzept des Todestriebes angeregt hat.Die unveröffentlichte Familienkorrespondenz, sowie unveröffentlichte Briefe von Freud, Spielrein, Otto Rank, Emil Oberholzer u.a. werden herangezogen. Sabine Richebächer, Dr. phil., lebt als Psychoanalytikerin und Autorin in Zürich. Zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften und Sammelbänden, sowie in der Neuen Zürcher Zeitung und der NZZ am Sonntag. Letzte Buchveröffentlichung: Sabina Spielrein. „Eine fast grausame Liebe zur Wissenschaft“ – Biographie (Dörlemann, Zürich 2005; btb, München 2008). Übersetzungen in zahlreiche Sprachen. www.richebaecher.com