Caravaggios «Zweifelnder Thomas» (1602). Wort, Berührung, psychoanalytische Kur

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in Zusammenarbeit mit dem Lacan Seminar

Caravaggio kommentiert, interpretiert, ironisiert vielleicht sogar das Johannes Evangelium und dessen ehemaligen Schluss: Die Geschichte vom zweifelnden Thomas. Johannes beginnt damit, dass am Anfang das Wort war. Thomas berührt auf dem Bild die Wunde, also eigentlich auch eine (weitere) Öffnung. Caravaggios Bild lässt sich auch als Parabel über empirische Forschung lesen, als Darstellung des Betrachters, der vor und im Bild zugleich ist, als ein Lehrstück zur Tradition und Transmission. Es kommentiert sogar das psychoanalytische Arbeiten.
Karl-Josef Pazzini, Professor für Bildende Kunst & Erziehungswissenschaft (Universität Hamburg), Psychoanalytiker in eigener Praxis, Mitbegründer der «Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse», des «Psychoanalytischen Kollegs» und des Jüdischen Salons im Grindel (Hamburg), Mitherausgeber der Reihen «psychoanalyse» u. «Theorie Bilden» (transcript), «Kunstpädagogische Positionen» (Hamburg University Press). Arbeit an: Wahn-Wissen-Institution, Bildung vor Bildern, Psychoanalyse & Lehren, Setting in der Psychoanalyse, Unschuldige Kinder.