Psychoanalytische Überlegungen zur Ethik des Subjekts

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Gibt es im Bestand der zu metapsychologischen Konstruktionen geronnenen psycho­analytischen
Einsichten Hinweise auf eine dem Subjekt unablösbare, diesem aber vorgängige ethische Disposition, die sich unserem psychoanalytischen Denken vielleicht sogar als elementare, gleichsam ontologische Möglichkeitsbedingung der Subjektkonstitution aufschliessen würde? Dieser Frage geht der Vortrag mithilfe der psychoanalytischen Subjekttheorien Freuds und Kleins nach, an deren Rändern Schnittstellen zur philosophischen Anthropologie Emanuel Levinas’ aufscheinen. Es handelt sich um work in progress und ist Teil eines grösseren Forschungsvorhabens.
Prof. Dr. Lilli Gast ist Professorin (und Vizepräsidentin) an der International Psycho­analytic University Berlin (IPU) und vertritt dort den Studienbereich «Theoretische Psychoanalyse, psychoanalytische Subjekt- und Kulturtheorie». Zugleich ausser­planmässige Professorin am Institut für Sozialpsychologie der Leibniz Universität Hannover. Wissenschaftliche Schwerpunkte in Forschung, Lehre und Veröffent­lichungen: Psychoanalytische (Erkenntnis-, Subjekt- und Geschlechter-) Theorie und Metapsychologie sowie Ideen- und Theoriegeschichte der Psychoanalyse.