* «Triebschicksal» und «Arbeitsanforderungen»

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Dazu Klinisches Seminar am Samstag von 10.00 - 12.00 Uhr
* Dieses Referat gehört zur Vortragsreihe "Arbeit in der Psychoanalyse", die von Rony Weissberg organisiert ist. (Der Referent spricht deutsch.)

Als Hauptstück der psychoanalytischen Theorie bezeichnet Freud die «Trieblehre». Den Trieb versteht er als «Grenzbegriff», als «psychischer Repräsentant», als «Mass an Arbeitsanforderung». Bei dieser dreifachen Bestimmung kommt letztere, die Arbeitsanforderung, meistens zu kurz. Dies soll hier nachgeholt werden. Um welche Arbeit handelt es sich?Durch die Verwandlung der Materie, des Triebmaterials, schafft die Arbeit neue Werte, die ich sowohl in ihrer psychischen, logischen als auch ihrer sozialen Dimension untersuchen werde. Der Hinweis auf den Arbeitsbegriff beim frühen Marx, in den «Ökonomisch- philosophischen Manuskripte» (1844), wird dabei sehr hilfreich sein. (Vortrag wird in Deutsch gehalten)
Literatur: Freud: Triebe und Triebschicksale (1915), Jenseits des Lustprinzips (1920); Marx: Ökonomisch-philosophischen Manuskripte (1844)*Dieses Referat gehört zur Vortragsreihe «Arbeit in der Psychoanalyse», die von Rony Weissberg organisiert ist. *   *   *Samstag, 14. Juni 2008, im PSZKlinisches Seminar: 10.15 – 12.00 Uhr, Fr. 45.–.Kolloquium: Der Begriff der Arbeit im Judentum. 13.30 – 15.30 Uhr, im PSZAnhand eines Bibeltextes erläutert André Michels die alttestamentarische Unterscheidung zweier Formen von Arbeit, die dazu diente, zu bestimmen, was an Shabbat als Arbeit galt und damit untersagt war, und was nicht. Diese Unterscheidung soll Ausgangspunkt für unsere Diskussion sein, wobei allenfalls auch talmudischer Textstellen beigezogen werden, um letztlich auch zu schauen, ob es einen Bezug zum Freudschen Arbeitsbegriff gibt. Wir haben zu dieser Veranstaltung auch Daniel Strassberg eingeladen, ein Analytiker und Psychiater, der ein profunder Kenner der jüdischen Tradition und des jüdischen Denken ist.*   *   *André Michels, Dr. med., Psychiater und Psychoanalytiker in Luxemburg und Paris, zahlreiche Veröffentlichung zu klinischen, literarischen und kulturkritischen Themen; Mitherausgeber des Jahrbuchs für klinische Psychoanalyse (edition diskord, Tübingen), Mitbegründer der Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse (AFP).