* Trauerarbeit

Informationen

Dazu Klinisches Seminar am Samstag, 10.00 - 14.00 Uhr
* Dieses Referat gehört zur Vortragsreihe "Arbeit in der Psychoanalyse", die von Rony Weissberg organisiert ist.  (Die Referentin spricht deutsch.)

Ausgehend von Freuds Text über Trauer und Melancholie (1915) geht es mir darum, den vorerst überraschenden Begriff der Trauer als Arbeit in seiner Reichhaltigkeit zu hinterfragen. Es handelt sich um eine psychische Arbeit, die z.B. dem Melancholiker nur bis zu einem gewissen Grade möglich ist. Ob Trauerarbeit möglich ist oder nicht, was sie strukturell bedingt, wie sie sich in der Analyse durch die Übertragung vollzieht, das sind die Fragen denen ich nachgehen möchte. Bezug nehmend auf die heute sehr verbreiteten Sucht¬probleme einerseits, die Gewalttätigkeit andererseits, drängt sich auch die Gegenüber¬stellung von Arbeit und Zerstörung, sogar Krieg auf. Können wir hier von der Individual¬psychologie auf gesellschaftliches Geschehen schliessen? Jedenfalls finden wir hier den Ansatz zu der ganzen Theorie der Identifizierung und der Objektbeziehung, so wie sie Lacan weiterentwickelt hat. Es geht also um die frühkindliche Begegnung mit dem Realen, und wie sie begleitet wird, um dessen Verknüpfung mit dem Imaginären und dem Symbolischen zu ermöglichen. Die Praxis mit Kleinkindern und Jugendlichen gibt uns einen Einblick in den Aufbauprozess der Psyche. Bibliographie: S. Freud: Trauer und Melancholie (1917), Das Ich und das Es (1923), Unbehagen in der Kultur (1930) J. Lacan: Seminar: Die Angst F. Dolto: Das unbewusste Körperbild

Samstag, 24. Mai 2008, 10.15 – 14.00 Uhr im PSZ

Klinisches Seminar: Es wird  eine Arbeit mit einem Kind und eine mit einem (einer) Erwachsenen besprochen. Kosten: Fr. 70.-*   *   *Annemarie Hamad ist Psychoanalytikerin in freier Praxis in Paris. Arbeitet  mit Kindern allen Alters und mit Erwachsenen. Hat in der Jugendpsychiatrie gearbeitet, dann lange eine Ambulanz für Kinder geleitet (CMPP, Centre Médico Psycho Pédagogique), und in der von Françoise Dolto gegründeten Maison Verte die Aufnahme der Säuglinge und Kleinkinder in der Gesellschaft  begleitet.psychologie auf gesellschaftliches Geschehen schliessen? Jedenfalls finden wir hier den Ansatz zu der ganzen Theorie der Identifizierung und der Objektbeziehung, so wie sie Lacan weiterentwickelt hat. Es geht also um die frühkindliche Begegnung mit dem Realen, und wie sie begleitet wird, um dessen Verknüpfung mit dem Imaginären und dem Symbolischen zu ermöglichen. Die Praxis mit Kleinkindern und Jugendlichen gibt uns einen Einblick in den Aufbauprozess der Psyche.