Der Psychoanalytiker zwischen potenziellem Bedarf und realer Nachfrage.

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Überlegungen zum ökonomischen Aspekt eines schwierigen Berufs in einem sich wandelnden politi-schen und ökonomischen Umfeld

Die Psychoanalyse kann in Mode sein und unter einer jeweiligen Elite in grosser Nachfrage stehen, aber sie kann auch deren Gunst verlieren; sie kann sich für das psychische Wohlbefinden einer Gesellschaft mehr oder weniger verantwortlich fühlen und von dieser einen gesundheitspolitischen Auftrag erhalten oder auch nicht: das verändert nicht nur das politische Bewusstsein ihrer Betreiber, sondern auch ihr persönliches  Einkommen. Immer jedoch sieht sich der Analytiker gezwungen, sich in diesem Spannungsfeld zu positionieren  und das Verhältnis zwischen seinem persönlichen – eben auch ökonomischen – Erfolgsanspruch und dem Beitrag an die mental health, den er zu leisten gewillt ist, zu bestimmen. Wenn dies nicht bewusst und politisch geschieht, dann…… Dann was eigentlich genau?