Widerstände in der Chefetage und die Folgen – wie können Berater/innen damit umgehen?

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ABGESAGT

13.15 - 14.30 Uhr: Öffentlicher Vortrag im Rahmen des Workshops: Gruppenanalytische Supervision und Organisationsberatung

Bewusste und unbewusste Ängste und mehr oder weniger kommunizierte Interessenlagen von Führungskräften können – unter anderen – als Quellen von Widerstand betrachtet werden. Solche Widerstände haben Folgen für Team- und Organisationsentwicklungen und für die darin involvierten Berater/innen. Der Referent diskutiert verschiedene Ängste bzw. Interessenlagen und stellt Interventionsformen vor, die sich ihm in Supervisions- und Beratungsprozessen bewährt haben: Sie reichen von verständnisvoller Akzeptanz und/oder nachhaltiger Unterstützung bis zu anregenden oder mild konfrontativen und mutmachenden Interventionen – sowohl im Einzelkontakt als auch in der Gruppe. Aber auch Interventionen auf Geschäftsführungs- bzw. Trägerebene können nötig werden – falls sich nichts bewegt und die Folgen gravierend sind. Manchmal bleibt nur der Rückzug aus dem Beratungsauftrag, der u. U. (Nach-)Wirkung zeigt, also später doch noch etwas bewegt. Wenn sich dauerhaft nichts ändert, können die Folgen in der Organisation schwerwiegend sein (desaströse Entwicklung der Organisationskultur, Resignation, Hoffnungslosigkeit und innere Kündigung bei den Mitarbeitenden usw.).Dr. Rudolf Heltzel, Bremen, ist Arzt für Psychiatrie und Neurologie, Arzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker (DGPT), Gruppenanalytischer Supervisor und Organisationsberater (DAGG), sowie Supervisor DGSv und begleitet  Führungskräfte, Teams und Organisationen als Coach, Supervisor und Organisationsberater. Autor zahlreicher Veröffentlichungen zum Thema, aktuell: R. Heltzel: Supervision und Beratung in der Psychiatrie (Reihe „Basiswissen“ des Psychiatrieverlages, Bonn 2007).