Übertragungsprobleme in der psychoanalytischen Arbeit mit Patientinnen aus dem Trikont

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Von der Ethnopsychoanalyse ausgehend, also immer das Fremde und das Eigene im Übertragungsgeschehen im Blick, werde ich Situationen aus der eigenen Praxis in Costa Rica, Cuba, El Salvador und Palaestina vorstellen und diskutieren. Es geht dabei um psychoanalytische Vignetten im traditionellen Setting (Couch), und Vignetten aus der psychodramatischen Grup¬penarbeit in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern. Im speziellen möchte ich die Problematik analysieren, die ich als weisse Exponentin der reichen «ersten Welt» im Umgang mit Menschen aus der armen «dritten Welt» erfahre, und die ideologischen Inhalte diskutieren. Geht es z.B. bei aggressiven Äusserungen der PatientInnen lediglich um eine «negative Über¬traguns¬reaktion», oder können wir darin den Reflex der Diskriminierung und über Generationen hinweg wirkenden Kolonialisierung erkennen? Wie gehen wir im Deutungsprozess damit um?Ursula Hauser, geb. 1946: Studium in Sozialpsychologie in Zürich, Doktorat in Ethno¬psycho¬analyse in Klagenfurt, Ausbildung zur Psychoanalytikerin am PSZ und Ausbildung in Psycho¬drama. U. Hauser lebt seit 1980 in Lateinamerika. Sie ist Gründerin verschiedener Institute der Psychoanalyse und Psychodrama in Costa Rica sowie der Zeitschrift Giros de ASPAS. Durch¬führung mehrer ethnopsychoanalytischer Forschungen in verschiedenen Kulturen und Veröffent¬lichungen dazu. U. Hauser arbeitet in Costa Rica in eigener Praxis, ist tätig als Hochschuldozentin in Costa Rica und Kuba für Psychoanalyse und Psychodrama. In Zusammenarbeit mit verschiede¬nen NGOs arbeitet sie in Lateinamerika, Palästina und Russland u.a. als Psycho¬dramatikerin/ Psycho¬analytikerin in der Ausbildung und als Therapeutin.

Klinisches Seminar am Samstag von 10 bis 17 Uhr