«Mensch ist der, der grenzenlos verliert» – Zur (Psycho-)Logik des Verlusts

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In meinem Vortrag möchte ich einige subjekttheoretisch-metapsychologische Überlegungen zu den konstitutionslogischen Dimensionen des Verlustes vor allem in Freuds Œuvre vorstellen und dies mit der Suche nach möglichen ethischen Implikationen und Anschlussstellen verbinden. Leitend ist dabei die Frage, wie sich das Subjekt entlang der Geschichte seiner in ihm sedimentierten Verluste konstituiert und sich als historisches Subjekt in Zeit und Raum situiert. Die zugrunde liegende These, die ich zur Diskussion anbiete, ist, dass sich im Topos des Verlustes jene dialektische Bezogenheit, wie sie die Sphären der psychischen Verfasstheit des Subjekts und des Gesellschaftlichen / Kulturellen ineinander verflicht, in besonders markanter Weise abbildet.