Erwachsenwerden in Ost und West

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Dieser Vortrag möchte mit einem Kapitel aus der psychoanalytischen Forschung über die 68er Generation bekannt machen. Über mehrere Jahre hat sich eine Gruppe von Psychoanalytikern aus West- und Ostdeutschland mit den Biographien von Menschen befasst, die sich vor 1989 in der Bundesrepublik und in der DDR gegen die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse aufgelehnt hatten. Diese Angehörigen der 68er Generation wurden unter dem Begriff der «Dissidenz» zusammengefasst und die geführten biographischen Interviews wurden nach verschiedenen Gesichtspunkten ausgewertet.Annette Simon wird versuchen, mit ihren psychoanalytischen Reflektionen zur unterschiedlichen Adoleszenzgeschichte dieser Generation in Ost und West auch eine Brücke zu gegenwärtigen deutschen Problemen zu schlagen.Literatur: Schneider, Simon, Stillke, Steinert: Identität und Macht – Das Ende der Dissidenz, Psychosozial-Verlag 2002Annette Simon, Diplom-Psychologin, bis 1989 an einer Ostberliner Nervenklinik tätig, seit 1992 in eigener Praxis als Psychotherapeutin niedergelassen, seit 1996 Psychoanalytikerin und Mitglied der DGPT, Lehranalytikerin der Arbeitsgemeinschaft für Psychotherapie und Psychoanalyse Berlin (A.P.B.)Autorin des Buches: Versuch, mir und anderen die ostdeutsche Moral zu erklären, Psychosozial-Verlag 1995Mitautorin: Fremd im eigenen Land? Psychosozial-Verlag 2000