Vortragszyklus

«Frühe» Störungen und die Behandlungstechnik

Beginn 27. September 2013 20:43
Freitag organisiert durch die Programmgruppe

Informationen

Falldarstellungen lassen den Schluss zu, dass bereits in den Anfängen der Psychoanalyse schwere psychische Störungen psychoanalytisch be-handelt wurden. Eine Konzeptualisierung zur Theorie und Technik die-ser «frühen» Störungen hat jedoch lange auf sich warten lassen.
In den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde an grossen Symposien verhandelt, bei welchen Störungen (und Personen) die psy-choanalytische Methode indiziert sei, in reiner Form oder mit Einsatz von Para¬metern.
Heute ist die psychoanalytische Bewegung heterogen. Es ist schwierig sich in der Vielfalt der Nomenklatur und erst recht in der Vielfalt der Konzepte zu orientieren.

In unseren Ausbildungen werden die Theorien zur Entstehung und Auf-rechterhaltung «früher» Störungen kaum systematisch erarbeitet. Dies scheint uns ebenso notwendig wie die Reflexion der Fragen, die sich in der Folge für die psychoanalytische Technik ergeben. Dieser Vortrags-zyklus soll zur Diskussion anregen, zumal viele von uns ihre ersten Er-fahrungen mit dem psychoanalytischen Handwerk im institutionellen Rahmen und mit Patienten und Patientinnen mit schweren psychischen Störungen machen.

Die eingeladenen Referentinnen und Referenten arbeiten mit psychoana-lytischen Konzepten und Techniken mit Patientinnen und Patienten, die an schweren «frühen» psychischen Störungen leiden.

Wir möchten von ihnen erfahren, mit welchen Konzepten sie denken und arbeiten und welche Überlegungen sie zu Modifikationen der Behand-lungstechnik bewegen oder aber an der klassischen Technik festhalten lassen.

Der Einführungsabend soll einen historischen Überblick geben über die Debatten in der psychoanalytischen Bewegung. Die Vergegenwärtigung der grundlegenden Tendenzen, welche diese Debatten über viele Jahr-zehnte dominierten, soll uns auf die Vorträge und Diskussionen vorberei-ten.