Kurs 8

Ökonomien – zum Begriff des Ökonomischen in Psychoanalyse, Wirtschaftswissenschaft und Philosophie

Beginn 30. Oktober 2012 12:00
Der Kurse findet nicht statt.

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Der Kurse findet nicht statt.
 
Die weltweite Wirtschaftskrise hat die Frage, was eigentlich unter «Ökonomie» zu verstehen ist, wieder brandaktuell gemacht. Dabei haftet dem Begriff etwas Unanständiges an, wird er doch mit Gier und Verantwortungslosigkeit assoziiert. Dass auch die Psychoanalyse einen ökonomischen Gesichtspunkt kennt, macht eine genaue und nicht polemische Klärung des Begriffs nötig.
Ursprünglich bezeichnete Ökonomie, wörtlich die Gesetze des Hauses, die Regelung der Verhältnisse zwischen Menschen und Menschen und Menschen und Dingen in einem Haushalt, später die Funktionszusammenhänge und Austauschverhältnisse zwischen den einzelnen Haushalten. Nicht nur wurden die unterschiedlichsten Zusammenhänge mit dem Begriff des Ökonomischen beschrieben – Ökonomie der Macht, Ökonomie der Natur, Ökonomie der Aufmerksamkeit, Ökonomie des Begehrens – es wurde ihnen auch verschiedene Bedeutungen zugeordnet. Systeme von Bewertungen, Gesetzmässigkeit gesellschaftlicher Zirkulation, die soziale Sphäre der Produktion, Anthropologie menschlichen Verhaltens, Verhältnis zwischen Menschen und Dingen sind nur einige davon.
 
Im Studium grundlegender ökonomischer Texte von Aristoteles bis Freud (und darüber hinaus) wollen wir verschiedene Verständnisse der Ökonomischen miteinander konfrontieren.
 
Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit dem «Netzwerk Entresol» durchgeführt, das am 3. November 2012 zusätzlich eine Arbeitstagung zum Thema veranstaltet.
 
Anmeldung: Daniel Strassberg
dastrass@swissonline.ch
Geeignet für «PSZ für Studierende»
Kurskosten: Fr. 120.–