Kurs 9

Psychodynamische Diagnostik

Beginn 30. Oktober 2012 12:00
20.30 Uhr, 14-täglich

Informationen

Eine psychodynamische Diagnostik beschreibt die hinter Symptomen und Verhaltensweisen wirkenden unbewussten Konflikt-Dynamiken und die Regulationsvorgänge der inneren Konfliktverarbeitung.
Wie können mit analytischer Haltung gewonnene Befunde und Material (siehe Interviewkurs) erfasst und eingeteilt werden? Meist wird die Komplexität der seelischen Vorgänge in mehreren Dimensionen (Konfliktdiagnose, Strukturdiagnose, Symptombildung) beschrieben. Wir befassen uns im Seminar mit dem psychoanalytischen Konfliktmodell, studieren verschiedene Abwehrformen und gehen dem Konzept der Ich-Struktur und    -Funktionen nach, insbesondere auch der Frage ihrer Einschränkungen. Wir werfen einen Blick auf die Einteilung der operationalisierten Diagnostik (OPD). Dabei leitet uns immer auch die Frage, wie innere Konflikte und Ich-Struktur zusammenspielen.
Wozu dient eine solche Diagnostik überhaupt? Der Kurs soll die Frage beantworten, wie sich aus der Diagnostik Implikationen in der Therapieindikationsstellung und für den therapeutischen Prozess ergeben und inwieweit das Beschreiben psychodynamischer Vorgänge und der Regula­tionsfähigkeit auch der Kommunikation mit Anderen (z.B. Vertrauensärzte, interdisziplinäre Teamarbeit) dient.
 
Der Kurs richtet sich an Interessierte, welche im psychiatrisch-psycho­therapeutischen Kontext, ambulant oder stationär, arbeiten. Vignetten seitens der Teilnehmerinnen sind willkommen.
 
Eine Literaturliste wird nach Anmeldung abgegeben.
 
Anmeldung:
Maria Cerletti
Tel. 043 243 71 25
maria.cerletti@hin.ch
 
 
Kurskosten: Fr. 120.–