Kurs 04

Spannung und (An)Gespanntheit um Sexualität und Geschlecht II

Beginn 2. November 2021 20:30
Dienstag 14-täglich

③ Klinische Ausbildung
④ Theorie und Praxis spezifischer Behandlungssituationen
⑤ Gesellschafts-, Kultur- und Wissenschaftstheorie

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Dozenten

Informationen

«che vuoi?» -
Unbewusste Phantasien, sinnliches Erleben, im Körper eingeschriebene rätselhafte Botschaften und Erinnerungsspuren bestimmen das sexuelle Erleben und das geschlechtliche Sein mehr als die Anatomie. Heisst das nicht - ganz im Lichte aktueller Diskurse - dass auch in der Psychoanalyse das kulturelle Primat der Geschlechterdichotomie aufgebrochen werden muss?

Fragen und Rätselhaftes um männlich – weiblich, um Geschlecht, Verführung und Begehren werden uns in diesem Kurs beschäftigen. Dies anhand von Fallbeispiele und Texten zur Theorie der Praxis. Dabei geht es uns um eine Theorie im Sinne von Fritz Morgenthaler, wenn er sagt: «Sie (die Theorie und Konzepte) sind Orientierungstafeln im Fluss der emotionalen Bewegung, die die Übertragungsentwicklung kennzeichnet» - keine Festlegungen, sondern Orientierungshilfen.

Zwei Aspekte stehen somit im Zentrum des Kurses: die analytischen Erfahrungen und darauf bezogene theoretische Konzepte. Anders gesagt: anhand klinischer Beispiele geht es um schwierige, rätselhafte und verdrängte Erfahrungen, die wir in Beziehung zu Sprache und Konzepten, wohl auch zu neuen Ideen und Zugängen setzen wollen.