Kurs 3

Lacan lesen: Die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse: das Unbewusste, die Wiederholung, die Übertragung und der Trieb (Teil II)

Beginn 23. April 2012 12:00
20.15 - 23.00 Uhr, 14-täglich

Informationen

Am 20. November 1963 bricht Jacques Lacan sein Seminar zum Namen des Vaters nach der ersten Sitzung ab. Er hat erfahren, dass er aus der Internationalen Psychoanalytischen Gesellschaft ausgeschlossen worden ist und seinen Status als Lehranalytiker verloren hat – nicht zuletzt wegen seiner Technik der variablen Sitzungslänge. In der Folge hält er sein wohl bekanntestes Seminar ab, «Die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse».
 
Dieses Seminar markiert eine Schnittstelle in Lacans Biographie und Werk und ist in mancher Hinsicht von Interesse für uns. Es hat eine Mittelstellung zwischen seinen früheren, primär ums Imaginäre und Symbolische kreisenden Seminarien und den späteren, die sich mit dem Realen und dem borromäischen Knoten beschäftigen. Es enthält somit wesentliche Konzepte aus beiden Perioden. Der Ausschluss bedeutete aber auch eine Herausforderung für Lacan, sein Verhältnis zur Freudschen Psychoanalyse darzulegen. Das so entstandene Seminar XI, das sich mit dem Unbewussten, der Wiederholung, der Übertragung und dem Trieb beschäftigt, ist somit eine Auseinandersetzung mit den Grundbegriffen Freuds.
Wir wollen uns in gemeinsamer Lektüre jeweils an einem Abend eine Seminarsitzung vornehmen und auf diese Weise dem Lacanschen Denken, seinen Begriffen und klinischen Konzepten näherkommen.
 
Literatur: Lacan, J. (1987). Das Seminar, Buch 11 (1964). Die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse. Weinheim, Berlin: Quadriga.
 
* Die genauen Kursdaten: 12.3., 23.4., 7.5., 4.6., 2.7.2012
 
Anmeldung:
Rony Weissberg
weissberg@gmx.ch
044 261 89 84
 
Geeignet für «PSZ für Studierende»Kurskosten: Fr. 120.–