Kurs 1

Zwischen Stuhl und Couch - oder sind wir doch einfach nur zu spät?

Beginn 2. April 2012 12:00
20.30 Uhr, 14-täglich

Informationen

Beruflich gross geworden und sozialisiert in Institutionen der Psychiatrie und des Gesundheitswesens. Den Fachtitel erworben, klinisches Wissen und Können strukturiert gesammelt. Und sich bei alledem entschieden, psychoanalytisch zu arbeiten und sich dem sprechenden Subjekt als HörendeR verpflichtet.
Und nun ein Hin- und Her-Pendeln zwischen Patient und Analysant, Diagnose und psychischer Struktur, Zielorientiertheit und Prozess, Broterwerb und dem Wunsch, psychoanalytisch zu arbeiten.
Zu spät?
Wie sich in der heutigen Zeit doch (noch) eine psychoanalytische Identität erhalten? Wie «Wissen und Können» aus dem Blick verlieren, sich «Fernhalten vom Sichtbaren», um die Psychoanalyse in unserem beruflichen Horizont (wieder) zu finden?**
Zwischen Stuhl und Couch. 
Dieser Kurs richtet sich an alle in Institutionen oder in freier Praxis arbeitenden PsychotherapeutInnen oder PsychoanalytikerInnen, die sich mit diesen doch schon «alten» Fragen neu konfrontiert sehen.
Ausgewählte Texte und Fallbeispiele aus unserer eigenen Berufs- und Praxistätigkeit dienen uns in der Auseinandersetzung mit dieser Thematik als Diskussionsgrundlage und Gedankenanstoss.
Die Literaturliste wird den TeilnehmerInnen nach der Anmeldung zugeschickt.
** frei nach Pontalis, J.-B. (1991). Aus dem Blick verlieren. Im Horizont der Psychoanalyse. München: P. Kirchheim Verlag.
 
Anmeldung bis 18.3.12:
Claudia Kündig
claudia.andrea@bluewin.ch
 
Kurskosten: Fr. 120.–