Kurs 09

«What’s love got to do with it?» – Bedeutung und Behandlung der Liebe in der Psychoanalyse

Beginn 22. Oktober 2020 20:30
Donnerstag 14-täglich

③ Klinische Ausbildung
④ Theorie und Praxis spezifischer Behandlungssituationen

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Dozenten

Informationen

Der Therapeut verfällt (fast?) der erotischen Verführung durch Laura, die sich ihm als hilfloses Unschuldswesen präsentiert. Mia drängt den Therapeuten, sie kein zweites Mal zu verlassen, und möchte ein Kind von ihm. Diese beiden Vignetten aus der Serie «In Treatment» stehen für das Thema dieses Kurses, in dem es um die Liebe in der Psychoanalyse geht. Im Format einer Fernsehserie werden hier Situationen inszeniert, die sich so ähnlich auch in unserer täglichen Praxis ereignen können. Freud sah die Aufgabe der Analyse unter anderem in der Befreiung der verdrängten Liebe und behandelte in den «Bemerkungen über die Übertragungsliebe» die Macht und Bedeutung, welche die Liebe in der (Gegen-) Übertragungsbeziehung entwickeln kann. Welche Formen von Liebe treten in der psychoanalytischen Behandlung auf? Wie kann und soll damit in der therapeutischen Dyade und unter Berücksichtigung des Settings umgegangen und gearbeitet werden? Welches sind Grenzfälle? Wie, wann und weshalb werden diese zur Übertretung, zum (sexuellen) Missbrauch? Das Thema wird anhand einschlägiger Literatur, Ausschnitten aus «In Treatment» und mittels Fallvignetten der Teilnehmenden beleuchtet und diskutiert.