Kurs 16

Das Geschlecht und was/wie wir da analysieren – Arbeitstagung zur Klinik bei Freud und Lacan in Berlin

Beginn 3. Juli 2020 18:30
Freitag bis Sonntag Der Kurs findet doch am PSZ in Zürich statt (ausser es verändert sich im Zusammenhang mit Covid19 etwas)

① Metapsychologie
③ Klinische Ausbildung

Dozenten

Barbara Langraf
Patrick Landman
André Michels
Edith Seiffert
Sylvie Pouilloux
Martha Stähelin

Informationen

Ziel der Tagung ist die Auseinandersetzung mit dem Geschlechterverhältnis und seiner Bedeutung in der Praxis. Wir wollen klinische Fälle besprechen, Konzepte erarbeiten und reflektieren, die uns einen unmittelbaren Zugang zu diesen Dimensionen ermöglichen. Im Zentrum steht also die Suche nach zeitgemässen Konzepten und Umgangsweisen mit Sexualität, Geschlecht und Geschlechterverhältnis in unserer klinischen Arbeit. Erste einführende Gedanken haben wir bereits in einer früheren Tagung im September 2019 in Zürich gemacht. Sie finden diese im Arbeitsheft (Anhang).

An der Tagung arbeiten wir wechselnd mit Fallbesprechungen und Inputreferaten. Bei letzteren geht es an dieser Tagung darum, über das Geschlechterverhältnis und die «weibliche Sexualität», oder wie Lacan es formuliert, die «Position Frau» nicht aus einer männlich-phallischen Optik nachzudenken, sondern aus einen «anderen». Vorgesehen sind zwei Vorträge, zwei Zugänge zu diesem Anliegen:
Ausgehend von klinischen Beispielen gehen Max Kleiner und Roni Weissberg der Frage nach, in welcher Weise sich Sexualität und Geschlechterverhältnis in unserer Arbeit zeigen. Gibt es einen Unterschied, wenn ein Mann oder eine Frau analysiert, was zeigt sich vom Geschlecht, von Frau und Mann in den Sitzungen? Und letztlich: gibt es nicht ein Sprechen, einen Diskurs, der bezeichnend ist für das Sprechen auf der Seite «Frau/weiblich» respektive auf der Seite «Mann/männlich»? Gibt es also letztlich eine Verknüpfung von Lacans Konzepten zur Sexuierung mit seiner Diskurstheorie.
Die zweite Intervention von Sylvie Pouilloux und von Patrick Landmann geht der Frage nach der Bedeutung des «pas tout» nach, - des «nicht ganz» im Symbolischen, «nicht ganz» dem «Phallus unterstellt sein» der Frau -, für unsere klinische Arbeit.

Das genaue Tagungsprogramm, das erwähnte Arbeitsheft sowie ein Text zur Einführung in Lacans Formeln der Sexuierung, finden Sie im Anhang.

Die Anmeldung ist unabdingbar, weil maximal 30 Personen an der Veranstaltung teilnehmen können.

Wichtig: Wir halten uns strikt an die Vorgaben des Bundesamtes bezüglich Schutzmassnahmen bei der Erwachsenenbildung.