Kurs 01

Organisationssitzung zur Einführung in den Jahreskurs «Melanie Klein und ihr Beitrag zur Entwicklung der gegenwärtigen Psychoana-lyse.» ab WS20/21

Beginn 22. Juni 2020 20:30
Montag

① Metapsychologie
③ Klinische Ausbildung

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Dozenten

Informationen

Auftakt und Organisationssitzung. Das Seminar findet ab Beginn WS 2020/21 montags in den geraden Wochen statt und ist als Jahreskurs angelegt, der als geschlossene Gruppe im Sommersemester 2021 weiterarbeitet.
Die Rezeption von Melanie Klein war behindert von historischen Bedingungen, Vorurteilen, instituts- und institutionspolitischen Loyalitäten und Tradierung aus zweiter Hand. Der eigentlich ironisch gemeinten Frage faut-il brûler Mélanie Klein? (Laplanche) entspricht noch heute oft ein Schweigen und Zögern, das sie umgibt. Oft genug wagt man sich lange nicht an ihre als «sperrig» geltenden Texte oder lässt sie beim Auftauchen von Schwierigkeiten rasch wieder fallen, hält sich an Paraphrasierungen und Zitate anderer Autoren. Unübersehbar hat Klein jedoch die klinische Arbeit und das Verständnis der Psychoanalyse bereichert und für Theorie und Technik wesentliche Perspektiven eröffnet.
In diesem Kurs wollen wir uns den klinischen und theoretischen Potentialen des Kleinschen Ansatzes entlang ihrer Lebensgeschichte annähern. Wir erarbeiten uns ein Stück theoriegeschichtlicher Orientierung, indem wir aufspüren, wo Kleins Freud-Lektüre ansetzt und wo ihrerseits Bion, Rosenfeld, Winnicott und die zeitgenössischen Kleinianer*innen Schwerpunkte setzen.
Ausgangspunkt ist das neu auf deutsch vorliegende Buch Klein lesen von Margaret & Michael Rustin, das analog zu Quinodoz’ Freud lesen eine Art Reiseführer durch ihre Arbeiten vorschlägt.