Kurs 11

«rien ne va plus» - oder doch? - Annäherung an affektive Grenzzustände

Beginn 3. November 2010 01:23
20.30 Uhr, 14-täglich

Informationen

Bei unserer Arbeit im therapeutischen Setting sind wir ständig mit einer grundlegenden Frage und Herausforderung konfrontiert: Inwieweit  und in welcher Ausgestaltung ist die Umwandlung von Triebregungen in Affektbesetzungen gelungen? Emotionale Verwirrungen im Beziehungsgefüge sind Botschaften dieses Entwicklungsprozesses. 
Ist dieser nur fragmentarisch gelungen, haben sich keine zuverlässigen Selbst- und Objektrepräsentanzen bilden können. Grenzzustände wie Triebdurchbrüche, Desorientierung, Leidenschaften, die das Ich verzehren, sind die Folge, oft bis hin zur Leblosigkeit.
Wie gelingt es uns, unseren eigenen psychischen Spielraum nach solchen Erschütterungen im Setting wieder in Bewegung zu bringen? Dazu wollen wir metapsychologische Konzepte, welche entsprechende Fragestellungen aufgreifen, kennenlernen und kritisch diskutieren. Damit können wir verstehen, wie sich solche brüchigen Entwicklungsprozesse auf die frühen narzisstischen Identifikationen, Selbstkonzepte und auf den Umgang mit Affekten auswirken.
Ein Streifzug durch die Literatur von Sigmund Freud, Melanie Klein, Donald W. Winnicott und Joyce McDougall ermöglicht einen Einstieg. Zudem vertiefen wir unser Verständnis mit Schriften von René Roussillon und André Green.
Eine Literaturliste wird nach der Anmeldung den Teilnehmenden persönlich zugeschickt.

Anmeldung:
Vreni Schärervschaerer@gmx.net

Kurskosten: Fr. 120.–