Kurs 17

Zur aktuellen Bedeutung von Ambivalenz in Theorie und Praxis der Psychoanalyse

Beginn 30. Oktober 2010 12:00
+ 8.1.2011, jeweils 09.30 - 15.30 Uhr

Informationen

Vor genau 100 Jahren wurde der Begriff der Ambivalenz erstmals in den psychotherapeutischen Diskurs eingeführt. Wir vertreten die These, dass vieles für die Fruchtbarkeit eines aktualisierenden Überdenkens (für einen so genannten «relaunch») der Idee der Ambivalenz spricht. Folgende Thesen werden im Vordergrund stehen:
- Varianten des Verständnisses von Ambivalenz
- Ambivalenzen in der therapeutischen Praxis
- Ambivalenz in den verschiedenen Formen von Psychopathologie
- Kulturelle Erscheinungsformen von Ambivalenz
- Theoretische Verwandtschaften: Differenz, Alterität, Entfremdung
Das Seminar soll psychoanalytisch und psychotherapeutisch Tätigen Gelegenheit bieten, sich über berufliche und persönliche Erfahrungen von Ambivalenzen in ihrer Arbeit auszutauschen, diese theoretisch zu reflektieren und in interdisziplinäre und kulturelle Zusammenhänge einzuordnen. Ferner soll versucht werden, im Dialog zwischen Psychoanalyse und Soziologie die aktuelle Tragweite des Konzepts der Ambivalenz für die Psychotherapie sowie das Verständnis «postmoderner» Gesellschaftlichkeit zu ergründen.
Mit der Anmeldung wird eine Textsammlung zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmenden sind eingeladen, Fallbeispiele aus ihrer beruflichen Tätigkeit einzubringen. Denkbar ist, dass im Rahmen des Seminars eine gemeinsame Dokumentation erstellt wird.
Anmeldung: Olaf KnellessenOberdorfstrasse 13, 8001 ZürichTel. 044 252 60 90falo@bluewin.ch
oder
Kurt Lüscherkurt.luescher@uni-konstanz.dewww.kurtluescher.de

Kurskosten: Fr. 120.–