Kurs 18

Geschichte der Psychoanalyse: Personen und Konzepte

Beginn 6. November 2010 12:00
jeweils 09.30 - 16.15 Uhr*

Informationen

Ein Angebot der Programmgruppe und der Weiterbildungskommission
Jahreskurs (Blockseminare an Samstagen) 6. November 2010 bis 1. Oktober 2011
 
Die Entwicklung der psychoanalytischen Theorie und Praxis wird entlang einer Zeitachse anhand von ausgewählten Persönlichkeiten und der von ihnen vertretenen Konzepte dargestellt. Verschiedene Denkweisen innerhalb der Psychoanalyse können so veranschaulicht und im jeweiligen zeitgeschichtlichen und wissenschaftsgeschichtlichen Kontext betrachtet werden. Ziel der Veranstaltung ist, spürbar zu machen, dass die psychoanalytische Theorie von Menschen gemacht wurde und wird, mit ihren Konflikten und Widersprüchen, in politischen und theoretischen Auseinandersetzungen, deren Ausgang erst nachträglich, wenn überhaupt, überblickt und beurteilt werden kann.
 
Wintersemester 2010/11
06.11.10 Wien 1850–1900: Freuds frühe Entdeckungen und der (jeweilige, damalige und heutige) Zeitgeist Mario Erdheim
27.11.10 Über die waghalsigen Entwicklungen psychoanalytischer Theorien 1900–1925 Pedro Grosz
18.12.10 Von Dora bis Wolfsmann – Frühe Fallgeschichten:Trieb, Urphantasie und Übertragung.Ruth Guggenheim, Annemarie Litschgi
15.01.11 Karl Abraham – akribisch in seinen theoretischen und klinischen Studien, pragmatisch als InstitutsgründerHeinz Lippuner, Mirna Würgler
05.02.11 Sandor Ferenczi – von Freuds vertrautestem Schüler und Freund zum enfant terrible Lilian Berna
05.03.11 Zwischen Trieb und Objekt – Melanie Klein und der Stachel Freuds Daniel Bischof
 
Sommersemester 2011
09.04.11 Psychoanalyse und Nationalsozialismus: Flucht, «Herzasthma des Exils» und andere Folgen Ita GroszAls Psychoanalytiker «Marxist sein». Von Fenichel und Umgebung zu Wygotski Ralf Binswanger
14.05.11 Brave new world: Die Verpflanzung der Psychoanalyse in die USA und die Schicksale der Ich-PsychologieLilian Berna, Beate Koch
18.06.11 Geschichte der psychoanalytischen Weiblichkeitstheorien: Ein Streifzug durch Debatten und Kontroversen von Freud bis heute Ita Grosz, Yvonne Schoch
02.07.11 Das Schicksal der Narzissmustheorien: Von der Abkoppelung bis zur Wiedereingliederung in die LibidotheorieVreni Schärer, Hans Peter Bernet
20.08.11 Psychoanalyse in Frankreich 1900 - 1980. Marie Bonaparte - Jacques Lacan, ein unvereinbares Paar, ihre Verdienste um FreudBarbara Langraf, Christine Borer
27.08.11 Das klinische Denken in der neueren französischen Psychoanalyse: André Green, René Roussillon Nina Bakman
Unterhalb von Lacan und oberhalb von Reich; Jean Laplanche’s Versuch, die Psychoanalyse in den Brüchen des Freud’schen Denkens erkenntnistheoretisch neu zu verorten.Pierre Passett
01.10.11 Die Psychoanalyse in der Schweiz – die Schweizer in der Psychoanalytischen Bewegung Thomas Kurz

Der Kurs richtet sich in erster Linie an AnfängerInnen und an Teilneh­merInnen der Weiterbildung psychoanalytische Psychotherapie und an PsychoanalytikerInnen in Ausbildung. Er ist als Jahreskurs gedacht, der ermöglichen soll, im Lauf der Zeit einen gewissen Überblick zu gewinnen und dabei in einer stabilen Gruppe zusammen zu arbeiten. Die Zahl der TeilnehmerInnen ist deshalb auf maximal 30 beschränkt.
 
*Zeit: Samstags jeweils von 09.30 – 16.15 h im PSZ
Kosten: WS (36 Lektionen) Fr. 270.–; SS (42 Lektionen) Fr. 315.–
Bereitschaft zur vorbereitenden Lektüre wird vorausgesetzt. Für Lektüre werden pro Kurstag 2 Lektionen zusätzlich testiert.
 
Anmeldung: für den ganzen Kurs oder mindestens das erste Semester:
Christine Widmer (Ressortgruppe Programm):
christinewidmer@bluewin.ch