Kurs 06

Zur Attraktivität des „bösen Objekts“ 

Beginn 30. Oktober 2018 20:30
Dienstag 14-täglich

② Psychoanalytische Krankheitslehre
③ Klinische Ausbildung

Dozenten

Informationen

Wo sie lieben, begehren sie nicht, und wo sie begehren, können sie nicht lieben“ (1912d, S.82). Wir alle kennen die von Freud beschriebene Spaltung zwischen „Madonna-Mutter“ und „Hurenmutter“. Zudem schreibt er auch (1925j, S.29): „Der Ödipuskomplex ist etwas so Bedeutsames, dass es auch nicht folgenlos bleiben kann, auf welche Weise man in ihn hineingeraten (...) ist.“
Im Kurs wird versucht, eine Brücke zur psychoanalytischen Objektbeziehungstheorie von Melanie Klein und weiteren Vertretern kleinianischer Konzepte zu schlagen (früher Ödipus, präödipale Kontaminierungen von guten und bösen Objekten, vereinigtes Elternpaar, gefährliche Vater-Mutter-Imago, etc.) und zu einem besseren klinischen Verständnis der sexuellen Objektwahl bei Patienten mit frühen Störungen beizutragen. Die Konzepte sollen auch mit konkreten klinischen Beispielen in Verbindung gebracht werden.