Kurs 11

Eine Psychoanalyse oder viele? Unterschiedliche Auffassungen über den Umgang mit Träumen.

Beginn 8. April 2010 12:00
20.30 Uhr, 14-täglich

Informationen

Freud hat seine Traumtheorie in den Grundzügen sein Leben lang beibehalten, obwohl er grosse Veränderungen in der Metapsychologie vornahm (so von der topischen Theorie zur Strukturtheorie). Nach seinem Tod und den umwälzenden Geschehnissen durch Nazideutschland und den zweiten Weltkrieg, die die Emigration vieler, besonders jüdischer Psychoanalytiker aus Deutschland und Wien zur Folge hatte, bildeten sich in den USA, England und Frankreich neue Schulen mit je eigenen psychoanalytischen Theorien und eigner Sprache. Heute sehen viele Psychoanalytiker in der Aufsplitterung und gegenseitigen Unkenntnis oder gar Feindseligkeit eine Gefahr für den Bestand der Psychoanalyse, und es gibt Unternehmungen, in denen man versucht, einander wie auch die unterschiedlichen Denkweisen besser kennen zu lernen. Solche Unterschiede spiegeln sich auch in den Auffassungen über den Umgang mit Träumen wider. Einige dieser Auffassungen in verschiedenen psychoanalytischen Schulen wollen wir näher kennen lernen. Im Kurs geht es also nicht um die Analyse von Träumen, sondern wir werden uns mit der Vielfalt der Unterschiede im psychoanalytischen Denken am Beispiel vom Umgang mit dem Traum befassen. Der Kurs richtet sich insbesondere an PsychotherapeutInnen mit fortgeschrittener oder abgeschlossener Analyse.Anmerkung: Englischkenntnisse sind für die Lektüre erwünscht, jedoch nicht Bedingung. Durchführung: Referate und gemeinsame Lektüre, Diskussion Neue TeilnehmerInnen sind willkommen. Anmeldung:    
Rosemarie Petruschkatr.petruschkat@bluewin.chTel. 044 242 73 27Kurskosten: Fr. 120.–