Kurs 6

Zum Verhältnis von Trieb, Liebe und infantiler Sexualität

Beginn 20. Oktober 2009 02:49
20.30 Uhr, 14-täglich

Informationen

In «Triebe und Triebschicksale» schreibt Freud, dass zwar eine Verbindung von Liebe zur Sexualität bestehe, aber dass sich in ihm etwas sträube, die Liebe als Partialtrieb zu sehen. Eher sei sie Ausdruck der ganzen Sexualstrebung, aber auch damit komme er (Freud) nicht zurecht. An die-sen Text anknüpfend schreibt Lacan im Seminar XI über die Grundbegriffe in der Psychoanalyse, dass die Sexualität in der Übertragung in Aktion sei, und zwar unverhüllt in Form der Liebe. So nahe wir also mit diesen Begriffen an der Erfahrung und an der klinischen Praxis sind, so sehr scheint das Verhältnis zur infantilen Sexualität verpönt, zur Liebe banalisiert. Der Trieb wiederum wird als Spekulation verstanden, so sehr gerade er als Kraft, als «Arbeitsanforderung» für das psychische Geschehen prägend ist.Ausgehend von den im vergangenen Semester gelesenen Texten von Freud und Lacan (s.o.) wird es nicht nur darum gehen, diese Begriffe abzugrenzen, sondern auch in ein Verhältnis zu setzen. Auch werden wir auf einige neuere Texte wie Kupkes «Trieb und Begehren», Müller-Pozzis «Eine Triebtheorie für unsere Zeit» und auf Finks «Eine klinische Einführung in die Lacanschen Psychoanalyse» zu sprechen kommen.Der Kurs wird offen weitergeführt. Voraussetzung ist die vorbereitende Lektüre von «Triebe und Triebschicksale» zum Kursbeginn.Anmeldung bis 30.9.09 :
Rony Weissberg044 261 89 84 weissberg@gmx.chKurskosten: Fr. 120.–