Kurs 13

Arbeitstagung „Psychoanalyse, Glaube, Politik“

Beginn 21. April 2017 18:00
Freitag/Samstag Tagungszeiten siehe Anmeldeinformationen *

③ Klinische Ausbildung
⑤ Gesellschafts-, Kultur- und Wissenschaftstheorie

Dozenten

André Michels
Karl Josef Pazzini
Edith Seifert
Mai Wengener

Informationen

Das aktuell herausgeforderte, „unvollendbare“ Projekt von Aufklärung und Demokratie braucht immer wieder „endliche Umschreibungen“. So wollen wir uns mit dem Thema „Psychoanalyse, Glaube, Politik“ beschäftigen. Dabei haben wir Begriffe wie Glaube, Unterwerfung, Autoritätshörigkeit, Name des Vaters, Genießen, Gewalt, das Heilige, Tabu und Ritual herausgegriffen, die wir an einer Vorbereitungstagung anhand kurzer Inputreferate diskutieren wollen. Folgende Schwerpunkte sind vorgesehen:

- Die postfaktische Welt: zur Politik des blinden Glaubens. Abdankung der „diensthabenden“ klinischen Struktur der Neurose (KJP, RW)
- Übertragungsorte: Kanalisation der Übertragung. Kirche und SocialMedia. Politiken des Glaubens (KJP)
- Der Durst nach Unterwerfung und das Problem des Autoritätsverfalls (ES)
- Das Ding der Religion. Die Namen-des-Vaters (MW)
- Der gläubige Aufgeklärte: Zum Glauben in der Psychoanalyse (RW)

Diese Arbeitstagung ist als Vorbereitung gedacht für einen Kongress, der im Wintersemester 2017/18 ebenfalls am PSZ stattfinden wird und in grösserem Rahmen den Stand von Aufklärung und Glaube in Psychoanalyse und Politik zum Thema hat. Dabei ist geplant, über den engen psychoanalytischen Rahmen hinaus den Austausch mit WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Provenienz, mit KünstlerInnen und Anderen zu suchen.