Kurs 10

„(...) und es berührt mich selbst noch eigenthümlich, dass die Krankengeschichten, die ich schreibe, wie Novellen zu lesen sind (...)“ (Freud, 1895)

Beginn 28. Oktober 2015 20:30
Mittwoch 14-täglich

③ Klinische Ausbildung
⑤ Gesellschafts-, Kultur- und Wissenschaftstheorie

Dozenten

Informationen

Eine Krankengeschichte ist nicht mit einer Novelle identisch, aber sie
liest sich wie eine Novelle.
Was könnte das heissen und warum berührt es eigenthümlich? Was ist
der Gegenstand einer psychoanalytischen Krankengeschichte und wie ist
die Natur dieses Gegenstandes? Welche Form der Darstellung ist ihm
angemessen? An wen richtet sich eine Falldarstellung und mit welcher
Absicht?
Das Seminar geht diesen Fragen nach, u.a. anhand von Texten von
Freud, Pontalis, von Matt, Simon.
Ein Seminarabend wird für eine Freud-Lesung reserviert sein. Es liest
der Schauspieler und Regisseur Utz Bodamer.
In unserer Weiterbildung wird für den Abschluss die schriftliche Darstellung
eines Falls verlangt, der die fachliche Kompetenz des Analytikers/
der Analytikerin zeigen soll: auch ein Anlass, darüber nachzudenken,
was das eigentlich ist oder sein könnte, eine psychoanalytische Falldarstellung.