Kurs 05

Das Objekt in der Psychoanalyse – Lacans Weg vom Freudschen Objekt zum Objekt a II

Beginn 20. Oktober 2015 20:30
Dienstag 14-täglich

① Metapsychologie
③ Klinische Ausbildung

Dozenten

Barbara Langraf Fellmann
Christian Kläui

Informationen

„Die Vorstellung einer Sehnsucht, die das Subjekt an das verlorene Objekt
bindet und die das Wiederfinden mit dem Zeichen einer unmöglichen
Wiederholung markiert“, diese Sentenz markiert nicht nur Lacans
Konzeption von Freud, sondern auch unseren Weg, der Frage nach dem
Objekt in Theorie und Klinik der Lacanschen Psychoanalyse nachzugehen.
Dabei beziehen wir uns auf das vierte Seminar über die Objektbeziehung
und auf einige Stellen aus dem zehnten Seminar über die Angst.
Zunächst geht es uns darum, noch vertiefter zu verstehen, wie Lacan in
Auseinandersetzung mit der damals neu aufgekommenen Objektbeziehungstheorie
eine Theorie entwickelt, in der das Fehlen des Objekts zentral
für seine Konzeption des Subjekts ist. Die dabei entstehenden Fragen
zur Realität, Sprache und Angst werden anhand der Lektüren von Freuds
Fallberichten über eine junge Homosexuelle, über Dora und über den
kleinen Hans, aber auch in Bezug zu Perversion, Fetischismus und Phobie
ausgeführt. Zudem wollen wir nachvollziehen, wie Lacans Nachdenken
über Freuds Theorie der Angst ihn letztlich zur Erarbeitung der
Theorie des Objekts a weiterführt und was dies für die klinische Praxis
heissen kann.
Kenntnis der Arbeiten Lacans und die Teilnahme am Kurs I werden
nicht vorausgesetzt.
Das Seminar findet parallel in Basel (CK) und Zürich (RW, BL) statt;
geplant sind neben den Abendsitzungen ein gemeinsamer Samstagsanlass
am 24.10.2015 ca. 10.00 – 15.30 am PSZ.