Kurs 9

Freud-Lektüre: Das Unheimliche

Beginn 4. April 2007 02:53
20.30 Uhr, 14-täglich

Informationen

«Das Unheimliche der Fiktion – der Phantasie, der Dichtung -» ist «weit reichhaltiger als das Unheimliche des Erlebens, … denn das Reich der Phantasie hat ja zur Voraussetzung seiner Geltung, dass sein Inhalt von der Realitätsprüfung enthoben ist. Das paradox klingende Ergebnis ist, dass in der Dichtung vieles nicht unheimlich ist, was unheimlich wäre, wenn es sich im Leben ereignete, und dass in der Dichtung viele Möglichkeiten bestehen, unheimliche Wirkungen zu erziehlen, die fürs Leben wegfallen» (GW XII, 264).Freuds kleinere Arbeit «Das Unheimliche» (1919) – teilweise gleichzeitig mit «Jenseits des Lustprinzips» (1921) geschrieben – ist einerseits theoretische Untersuchung eines psychischen Phänomens und anderseits eine von Freuds ästhetischen Schriften. Literatur und Film beispielsweise erzeugen und unterhalten uns mit dem Phänomen des Unheimlichen, während uns in der Begegnung mit der Wiederkehr des Verdrängten echt unheimlich wird. Auch die zunehmende Vermischung von Realität und Fiktion im Alltag kann unter bestimmten Bedingungen unheimlich werden.Anmeldung:    
Annemarie LitschgiTel. 044 262 62 08annalisco@smile.ch