Kurs 17

Geschichte der Psychoanalyse: Personen und Konzepte

Beginn 1. November 2014 09:30
Samstag Samstags jeweils von 09.30 – 16.15 h im PSZ

① Metapsychologie
⑤ Gesellschafts-, Kultur- und Wissenschaftstheorie

Dozenten

Organisation / Anmeldung

Informationen

Die Entwicklung der psychoanalytischen Theorie und Praxis wird entlang einer Zeitachse anhand von ausgewählten Persönlichkeiten und den von ihnen vertretenen Konzepten dargestellt. Verschiedene Denkweisen innerhalb der Psychoanalyse können so veranschaulicht und im jeweiligen zeitgeschichtlichen und wissenschaftsgeschichtlichen Kontext betrachtet werden. Ziel der Veranstaltung ist, spürbar zu machen, dass die psychoanalytische Theorie von Menschen gemacht wurde und wird, mit ihren Konflikten und Widersprüchen, in politischen und theoretischen Auseinandersetzungen, deren Ausgang erst nachträglich, wenn überhaupt, überblickt und beurteilt werden kann.

Der Kurs richtet sich in erster Linie an AnfängerInnen, an TeilnehmerInnen der Weiterbildung psychoanalytische Psychotherapie und an PsychoanalytikerInnen in Ausbildung. Er ist als Jahreskurs gedacht, der ermöglichen soll, im Lauf der Zeit einen gewissen Überblick zu gewinnen und dabei in einer stabilen Gruppe zusammen zu arbeiten. Die Zahl der TeilnehmerInnen auf maximal 30 beschränkt.

Wintersemester 2014/15
01.11.14
Wien 1850–1900: Freuds frühe Entdeckungen und der (je-weilige, damalige und heutige) Zeitgeist
Mario Erdheim

29.11.14
Über die waghalsigen Entwicklungen psychoanalytischer Theorien 1900–1925
Pedro Grosz

13.12.14
Von Dora bis Wolfsmann – Frühe Fallgeschichten: Trieb, Urphantasie und Übertragung
Ruth Guggenheim, Annemarie Litschgi

10.01.15
Karl Abraham – Akribisch als Theoretiker und Kliniker, pragmatisch und engagiert als Institutsgründer
Heinz Lippuner, Mirna Würgler

31.01.15
Sandor Ferenczi – von Freuds vertrautestem Schüler und Freund zum enfant terrible
Lilian Berna

07.03.15
Zwischen Trieb und Objekt – Melanie Klein und der Stachel Freuds
Daniel Bischof

Sommersemester 2015
11.04.15
Psychoanalyse und Nationalsozialismus: Flucht, «Herzasthma des Exils» und andere Folgen
Ita Grosz

Als Psychoanalytiker «Marxist sein» ... Von Fenichel und Umgebung zu Wygotski
Ralf Binswanger

09.05.15
Brave new world: Die Verpflanzung der Psychoanalyse in die USA und die Schicksale der Ich-Psychologie
Lilian Berna, Beate Koch

06.06.15
Geschichte der psychoanalytischen Weiblichkeitstheorien: Ein Streifzug durch Debatten und Kontroversen von Freud bis heute
Ita Grosz, Yvonne Schoch

04.07.15
Das Schicksal der Narzissmustheorien: Von der Abkoppelung bis zur Wiedereingliederung in die Libidotheorie
Vreni Schärer, Hans-Peter Bernet

22.08.15
Psychoanalyse in Frankreich 1900–1980 Marie Bonaparte – Jacques Lacan
Barbara Langraf, Christine Borer

05.09.15
Das klinische Denken in der neuen französischen Psychoanalyse: André Green, René Roussillon
Vreni Schärer
Unterhalb von Lacan und oberhalb von Reich; Jean Laplan-che’s Versuch, die Psychoanalyse in den Brüchen des Freud'schen Denkens erkenntnistheoretisch neu zu verorten
Pierre Passett

26.09.15
Die Psychoanalyse in der Schweiz – die Schweizer in der Psychoanalytischen Bewegung
Thomas Kurz