Kurs 5

Sexuelle Differenz(en) denken

Beginn 9. April 2013 12:00
20.30 Uhr, 14-täglich

Informationen

Nicht zuletzt für Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker ist die Frage der sexuellen Differenz eine ganz zentrale, ist sie doch psychoanalytisch eng mit dem Begehren verknüpft. Mit Freuds Triebtheorie, Lacans Sexuierungsformeln, der Konzeptionalisierung sexueller Differenz durch Luce Irigaray und Laplanches Verführungstheorie sind nur einige der vielen Ansätze genannt, die sich mit dieser zentralen, uns auch im klinischen Alltag so oft beschäftigenden Frage auseinandersetzen. Gerade feministische Ansätze bis hin zu den Gender und Queer Studies haben wichtige Beiträge geleistet, immer wieder auch vom Bemühen getragen, selbstverständlich scheinende Differenzen zu problematisieren und zu dekonstruieren.
Mit der konkreten Frage der sexuellen Differenz steht zudem ganz grundsätzlich die Frage zur Debatte, wie Differenz überhaupt psychoanalytisch gedacht werden kann.
Wir möchten zu diesem Seminar all diejenigen einladen, die sich für diese Themen interessieren, und natürlich auch diejenigen, die dazu schon gearbeitet haben und arbeiten. Es soll ein Forum des Austauschs und der Auseinandersetzung werden, in dem immer auch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und dadurch aufgeworfene Fragen im Blick behalten werden sollen.
Bei der gegebenen Thematik liegt es besonders nahe, dass wir dieser Frage sowohl auf der Ebene der Theorie wie auch anhand von Fällen aus der Praxis nachgehen, um so die eine Ebene mit der anderen in Frage zu stellen.
Das Seminar ist zudem als Vorbereitung für eine Tagung zur Sexuellen Differenz gedacht, die im Januar 2014 im Rahmen der nächsten Preisverleihung des Missing Link in Berlin stattfinden wird.
Anmeldungen sind erwünscht, damit gegebenenfalls schon vor Beginn des Seminars Material und/oder Literatur verschickt werden kann.
Anmeldung:
Nicole Burgermeister nicole.burgermeister@gmx.ch
Olaf Knellessenfalo@bluewin.ch

Kurskosten: Fr. 120.–