Kurs 07

Dies- und jenseits einer Theorie der Neurosen

Beginn 5. April 2017 20:30
Mittwoch 14-täglich

② Psychoanalytische Krankheitslehre

Dozenten

Informationen

Freuds Theorie der Neurose hat die Psychoanalyse von Anfang an begleitet und steht paradigmatisch für seine Vorstellung vom seelischen Wesen des Menschen. Sie geht in ihrer letzten Ausarbeitung von einem dynamischen Zusammenspiel der unterschiedlichen psychischen Instanzen aus. In den vergangenen hundert Jahren wurden allerdings diese dynamischen Vorgänge erheblich präzisiert, was zu einer verfeinerten diagnostischen Sicht und einem therapeutischen Vorgehen führte, das den Voraussetzungen der jeweiligen AnalysandenInnen besser gerecht werden konnte.
Im Seminar werden wir zunächst die grundlegenden Elemente der freudschen Neurosenlehre kennen lernen. In einem weiteren Schritt wird es darum gehen, die Probleme zu identifizieren, die der klassischen Psychoanalyse in der Behandlung von Störungen begegnen, die manifest als Neurosen erscheinen können, doch latent eine andere Struktur aufweisen und von denen man heute als Grenzfall- oder Borderline-Persönlichkeiten spricht. Welcher Art sind die strukturellen und klinischen Unterschiede? Und: Brauchen sie eine andere Form des analytischen Zugangs? Das Ziel wird es sein, unsere analytischen Sinne für die unbewusste Welt und die strukturellen Unterschiede zu sensibilisieren.
Das Seminar wird im Wintersemester 2017/18 weitergeführt.

Arbeitsweise/Gestaltung des Kurses: Vorträge, Fall- und Literatur-Diskussion.